Mit dem Bus durch Saudi-Arabien zur WM

Viele Wege führen in diesen Tagen nach Katar. Bedingt durch die Platzproblematik im Wüstenstaat müssen viele Fans auf umliegende Destinationen ausweichen. So auch Tom Roeder mit seiner Sektion Rheinland. Während der deutschen WM-Gruppenspiele wohnt die knapp 30-köpfige Gruppe in Bahrain. Sie haben diese Wahl aus Überzeugung getroffen. Die komplizierte und strapaziöse Anreise nehmen sie dafür bewusst in Kauf.

Obwohl Bahrain und Katar nur wenige Kilometer Luftlinie voneinander entfernt liegen, wird der Trip für die Anhänger zu einer echten Geduldsprobe. Da weder eine Fähre noch eine Brücke die beiden Küsten miteinander verbindet, müssen Tom und seine Freunde mit dem Bus durch Saudi-Arabien fahren, um ins WM-Gastgeberland zu kommen. "Wir wollen in Katar möglichst wenig Zeit verbringen, möglichst wenig Geld lassen und uns möglichst schnell wieder entfernen", erklärt Tom die Entscheidung der Sektion Rheinland.

Mit unzähligen Blitzerfotos durch die Wüste Saudi-Arabiens

So heißt es am Spieltag gegen Spanien bereits zum zweiten Mal: Abfahrt nach Katar! Mit einem Lunch-Paket im Gepäck machen sich Tom und seine Reisegruppe auf die 45-minütige Fahrt vom Hotel in Manama an die Grenze Saudi-Arabiens. Dort angekommen wartet ein Prozedere mit zahlreichen Fingerabdrücken, Fotos und Befragungen auf die Fans. "Nach einer gefühlten Ewigkeit wurden wir über die Grenze gelassen und fuhren in ein uns unbekanntes Land", schildert unser Fan-Club-Betreuer seine Erfahrungen.

An den Ausläufern der Hafenstadt Dammam vorbei geht es mit Vollgas quer durch die Wüste in Richtung Süden. Am Straßenrand der gut ausgebauten Autobahn stehen alle zehn Kilometer Streifenwagen unter Sonnenschirmen, die jeden Vorbeifahrenden genaustens beobachten. Mindestens genauso oft wird der Busfahrer geblitzt, was bereits am ersten Spieltag für Verwunderung gesorgt hatte. "Später erklärte er uns, dass die Strafen in Bahrain nicht vollstreckt werden würden, weshalb er sich auch nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten brauche", erklärt Tom und lacht.

400 Liter Diesel für 25 Euro

Nach vier Stunden Fahrt und einem 25-Euro-Tankstopp für 400 Liter Diesel erreicht die Reisegruppe schließlich die Grenze zu Katar. Hier erwarten Tom Roeder und Co. unzählige Checkpoints, an denen sie immer wieder Grenzkontrollen über sich ergehen lassen müssen. "Nach 90 Minuten war es endlich geschafft – und direkt steht der nächste Shuttle-Bus in Richtung Doha bereit", erzählt unser Fan-Club-Betreuer.

In der katarischen Hauptstadt angekommen, muss der restliche Weg mit der Metro zurückgelegt werden – zumindest bis zur Endhaltestelle, denn dort wartet bereits der nächste Shuttle-Bus. Nach neun Stunden und unzähligen Umstiegen erreichen Tom und seine Reisegruppe endlich das Stadion und werden mit dem ersten Punktgewinn unserer Nationalmannschaft gegen Spanien belohnt.

Direkt nach dem Spiel geht es auf dem selben Weg wieder zurück in Richtung Bahrain. Nach mehr als 28 Stunden auf den Beinen kommen alle wieder gesund, aber nicht mehr wirklich munter in der Unterkunft in Manama an. Am dritten Spieltag gegen Costa Rica steht ihnen die Reise erneut bevor. Doch trotz der Strapazen hoffen Tom und Co., dass es nicht der letzte Trip war – immerhin wollen sie die Nationalmannschaft noch länger im Turnier sehen.

[rd]

Viele Wege führen in diesen Tagen nach Katar. Bedingt durch die Platzproblematik im Wüstenstaat müssen viele Fans auf umliegende Destinationen ausweichen. So auch Tom Roeder mit seiner Sektion Rheinland. Während der deutschen WM-Gruppenspiele wohnt die knapp 30-köpfige Gruppe in Bahrain. Sie haben diese Wahl aus Überzeugung getroffen. Die komplizierte und strapaziöse Anreise nehmen sie dafür bewusst in Kauf.

Obwohl Bahrain und Katar nur wenige Kilometer Luftlinie voneinander entfernt liegen, wird der Trip für die Anhänger zu einer echten Geduldsprobe. Da weder eine Fähre noch eine Brücke die beiden Küsten miteinander verbindet, müssen Tom und seine Freunde mit dem Bus durch Saudi-Arabien fahren, um ins WM-Gastgeberland zu kommen. "Wir wollen in Katar möglichst wenig Zeit verbringen, möglichst wenig Geld lassen und uns möglichst schnell wieder entfernen", erklärt Tom die Entscheidung der Sektion Rheinland.

Mit unzähligen Blitzerfotos durch die Wüste Saudi-Arabiens

So heißt es am Spieltag gegen Spanien bereits zum zweiten Mal: Abfahrt nach Katar! Mit einem Lunch-Paket im Gepäck machen sich Tom und seine Reisegruppe auf die 45-minütige Fahrt vom Hotel in Manama an die Grenze Saudi-Arabiens. Dort angekommen wartet ein Prozedere mit zahlreichen Fingerabdrücken, Fotos und Befragungen auf die Fans. "Nach einer gefühlten Ewigkeit wurden wir über die Grenze gelassen und fuhren in ein uns unbekanntes Land", schildert unser Fan-Club-Betreuer seine Erfahrungen.

An den Ausläufern der Hafenstadt Dammam vorbei geht es mit Vollgas quer durch die Wüste in Richtung Süden. Am Straßenrand der gut ausgebauten Autobahn stehen alle zehn Kilometer Streifenwagen unter Sonnenschirmen, die jeden Vorbeifahrenden genaustens beobachten. Mindestens genauso oft wird der Busfahrer geblitzt, was bereits am ersten Spieltag für Verwunderung gesorgt hatte. "Später erklärte er uns, dass die Strafen in Bahrain nicht vollstreckt werden würden, weshalb er sich auch nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten brauche", erklärt Tom und lacht.

400 Liter Diesel für 25 Euro

Nach vier Stunden Fahrt und einem 25-Euro-Tankstopp für 400 Liter Diesel erreicht die Reisegruppe schließlich die Grenze zu Katar. Hier erwarten Tom Roeder und Co. unzählige Checkpoints, an denen sie immer wieder Grenzkontrollen über sich ergehen lassen müssen. "Nach 90 Minuten war es endlich geschafft – und direkt steht der nächste Shuttle-Bus in Richtung Doha bereit", erzählt unser Fan-Club-Betreuer.

In der katarischen Hauptstadt angekommen, muss der restliche Weg mit der Metro zurückgelegt werden – zumindest bis zur Endhaltestelle, denn dort wartet bereits der nächste Shuttle-Bus. Nach neun Stunden und unzähligen Umstiegen erreichen Tom und seine Reisegruppe endlich das Stadion und werden mit dem ersten Punktgewinn unserer Nationalmannschaft gegen Spanien belohnt.

Direkt nach dem Spiel geht es auf dem selben Weg wieder zurück in Richtung Bahrain. Nach mehr als 28 Stunden auf den Beinen kommen alle wieder gesund, aber nicht mehr wirklich munter in der Unterkunft in Manama an. Am dritten Spieltag gegen Costa Rica steht ihnen die Reise erneut bevor. Doch trotz der Strapazen hoffen Tom und Co., dass es nicht der letzte Trip war – immerhin wollen sie die Nationalmannschaft noch länger im Turnier sehen.

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