Hermeling: "Davon werde ich noch meinen Enkelkindern erzählen"

Es war einer dieser Tage, die man nie vergessen wird. Auf den Tag genau vor drei Jahren spielte sich im brasilianischen Belo Horizonte Historisches ab. 58.141 Zuschauer im Mineirão-Stadion wurden Zeugen eines denkwürdigen WM-Halbfinals. Deutschland sieben. Brasilien eins. Anders gesagt: der höchste Sieg in einem Halbfinale einer Fußballweltmeisterschaft. Und das gegen den Gastgeber.

Nichts hat darauf hingewiesen. Niemand rechnete mit dieser Dominanz. Auch nicht Nico Hermeling, der mit seinem Bruder Mario live dabei war. Eigentlich sei alles für ein spannendes Halbfinale angerichtet gewesen. Das Gros des Publikums schmetterte inbrünstig die brasilianische Hymne. Gänsehaut. Selbst Nico standen die Haare an Beinen und Armen zu Berge. Doch nur kurze Zeit später sollten all diese enthusiastischen Kehlen verstummen. Warum, davon "werde ich wahrscheinlich noch meinen Enkelkindern erzählen", so Nico.

"Spiel meines Lebens"

Der 32-Jährige erinnert sich noch ganz genau. "Als Fan war das auf internationaler Ebene das Spiel meines Lebens", sagt das Fan Club-Mitglied. Keine 30 Minuten waren gespielt und es stand 5:0 für das DFB-Team."Wir waren wie in Trance. Fast wie in Schockstarre. Wir wussten gar nicht, wie wir damit umgehen sollten", erklärt er. Sein sonst so angespannter älterer Bruder Mario verließ nach dem vierten deutschen Tor seinen Platz, um Getränke zu holen. "Während des Spiels macht er das eigentlich nie", so der Kölner.

Mit dem sicheren Finaleinzug in der Tasche, machte sich gegen Ende der Begegnung etwas Sorge breit. Wie würden die Gastgeber mit der Niederlage umgehen? Doch die Befürchtungen sollten sich nicht bewahrheiten. "Nach dem Spiel haben uns die Brasilianer total fair gratuliert und uns viel Glück für das Finale gewünscht", so Nico.

Herminho on Tour

Richtig realisiert hatte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was da gerade in Belo Horizonte vor sich ging. Egal was er versuchte, sein Dauergrinsen bekam er nicht mehr aus dem Gesicht. Daran sollte sich auch fünf Tage später beim Finale nichts mehr ändern. Mit Bruder Mario verbrachte er insgesamt vier Wochen im Fan-Ressort des Fan Club Nationalmannschaft powered by Coca-Cola. Mit Ausnahme des ersten Gruppenspiels gegen Portugal waren die Brüder bei jedem deutschen Spiel live dabei.

Ihr treuer Begleiter: Maskottchen Herminho - angelehnt an den Nachnamen der Beiden. Das handgroße Erdmännchen-Plüschtier ist seither immer dabei, wenn Nico und Mario mit der Nationalmannschaft verreisen. Zur EURO in Frankreich haben sie ihrem Glücksbringer sogar einen eigenen Blog gewidmet. Ob Herminho auch im kommenden Jahr von der Weltmeisterschaft berichtet, steht noch nicht ganz fest. Aber Nico stellt fest: "Je näher das Turnier kommt, desto größer wird die Lust dabei zu sein."

[jh]

Es war einer dieser Tage, die man nie vergessen wird. Auf den Tag genau vor drei Jahren spielte sich im brasilianischen Belo Horizonte Historisches ab. 58.141 Zuschauer im Mineirão-Stadion wurden Zeugen eines denkwürdigen WM-Halbfinals. Deutschland sieben. Brasilien eins. Anders gesagt: der höchste Sieg in einem Halbfinale einer Fußballweltmeisterschaft. Und das gegen den Gastgeber.

Nichts hat darauf hingewiesen. Niemand rechnete mit dieser Dominanz. Auch nicht Nico Hermeling, der mit seinem Bruder Mario live dabei war. Eigentlich sei alles für ein spannendes Halbfinale angerichtet gewesen. Das Gros des Publikums schmetterte inbrünstig die brasilianische Hymne. Gänsehaut. Selbst Nico standen die Haare an Beinen und Armen zu Berge. Doch nur kurze Zeit später sollten all diese enthusiastischen Kehlen verstummen. Warum, davon "werde ich wahrscheinlich noch meinen Enkelkindern erzählen", so Nico.

"Spiel meines Lebens"

Der 32-Jährige erinnert sich noch ganz genau. "Als Fan war das auf internationaler Ebene das Spiel meines Lebens", sagt das Fan Club-Mitglied. Keine 30 Minuten waren gespielt und es stand 5:0 für das DFB-Team."Wir waren wie in Trance. Fast wie in Schockstarre. Wir wussten gar nicht, wie wir damit umgehen sollten", erklärt er. Sein sonst so angespannter älterer Bruder Mario verließ nach dem vierten deutschen Tor seinen Platz, um Getränke zu holen. "Während des Spiels macht er das eigentlich nie", so der Kölner.

Mit dem sicheren Finaleinzug in der Tasche, machte sich gegen Ende der Begegnung etwas Sorge breit. Wie würden die Gastgeber mit der Niederlage umgehen? Doch die Befürchtungen sollten sich nicht bewahrheiten. "Nach dem Spiel haben uns die Brasilianer total fair gratuliert und uns viel Glück für das Finale gewünscht", so Nico.

Herminho on Tour

Richtig realisiert hatte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was da gerade in Belo Horizonte vor sich ging. Egal was er versuchte, sein Dauergrinsen bekam er nicht mehr aus dem Gesicht. Daran sollte sich auch fünf Tage später beim Finale nichts mehr ändern. Mit Bruder Mario verbrachte er insgesamt vier Wochen im Fan-Ressort des Fan Club Nationalmannschaft powered by Coca-Cola. Mit Ausnahme des ersten Gruppenspiels gegen Portugal waren die Brüder bei jedem deutschen Spiel live dabei.

Ihr treuer Begleiter: Maskottchen Herminho - angelehnt an den Nachnamen der Beiden. Das handgroße Erdmännchen-Plüschtier ist seither immer dabei, wenn Nico und Mario mit der Nationalmannschaft verreisen. Zur EURO in Frankreich haben sie ihrem Glücksbringer sogar einen eigenen Blog gewidmet. Ob Herminho auch im kommenden Jahr von der Weltmeisterschaft berichtet, steht noch nicht ganz fest. Aber Nico stellt fest: "Je näher das Turnier kommt, desto größer wird die Lust dabei zu sein."